Top Facebook-Seiten in Deutschland, 1. Quartal 2012

von Bastian Scherbeck in Facebook, Statement

Socialbakers hat gerade seinen ersten, ab sofort vierteljährlich erscheinenden Report zu den Top Facebook-Seiten in Deutschland veröffentlicht. In der Studie betrachtet Socialbakers die Popularität, das “Engagement” sowie die Reaktionen des deutschsprachigen Auftritts einzelner Marken auf Userpostings und rankt diese dementsprechend.

Erfreulich und auffällig: Die Deutsche Bahn rankt auf auf #2 in der Response Rate. Unerfreulich und mindestens ebenso auffällig: Von den “Top 10 Brands By Number Of Fans” lässt sich keine einzige unter den “Top 10 Brands By Response Rate” wiederfinden. Und: 8 von 10 der größten deutschen Markenpages lassen sich auch in den “Top 10 Brands By Daily Page Engagement Rate” nicht wiederfinden.

Da scheint die hohe Anzahl von Fans also ebenso wenig mit dem zur Interaktion anregenden Content wie mit dem Dialog zwischen Marke und Fans zu tun zu haben.  Natürlich wäre es naiv zu denken, dass im Jahr 2012 noch höchste Fanzahlen ohne ein dementsprechendes Mediabudget auf Facebook zu erreichen sind. Wer allerdings Fans erst einmal produziert um Sie dann nur einseitig und ganz im Sinne des alten Medienverständnisses zu “bespielen”, verkennt den echten Mehrwert, der sich Marken durch ein Engagement auf Facebook bietet.

Nachtrag: Wir haben aufmerksame Leser. Björn Eichstädt von Storymaker hat uns darauf hingewiesen, dass die Systematik des Reports nicht stringent erscheint, d. h. auf den ersten Blick englischsprachige Pages deutscher Unternehmen mit deutschsprachigen Pages deutscher Unternehmen verglichen werden – das wäre in der Tat ein Vergleich von Äpfel und Birnen. Wir haben bei der deutschen Niederlassung der Socialbakers hier bei uns in München nach dem Grund für dieses Vorgehen nachgefragt und melden uns sobald wir mehr wissen.

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  • http://twitter.com/HerrLee HerrLee

    Ich finde den Umstand, dass die Response Rate bei den großen Marken-Seiten so gering ist, überhaupt nicht verwunderlich: Während bei der DB Konsumenten viele Fragen haben, ist das Fan sein einer Markenseite häufig nur ein Statement “pro” Marke.
    Auch die Kommentare sind meist keine Fragen der User sondern Bewertungen der Updates als “gut” oder “schlecht”. Gleichzeitig findet oft zwischen den Fans ein Dialog statt – die Einmischung der Marke an dieser Stelle wäre dann eher kontraproduktiv.

  • http://www.facebook.com/bastian.scherbeck Bastian Scherbeck

    Wertvolle Hinweise Christian. Trotzdem: Auch wenn die Page der Bahn dezidiert auf Kundenservice ausgerichtet ist, ist es aus unserer Sicht ein trauriges Bild was sich da bietet (die Stringenz des Reports mal außen vor gelassen). Wenn ein “like” letztlich nur ein einmaliges Statement pro Marke ohne Interaktion ist, ist es nur eins: und zwar sehr schnell wertlos. Und wenn die Kommentare der User sich auf “Geil” und sein Gegenteil beschränken ist das alles andere als hochwertige Markenkommunikation – und damit Sinn und Zweck der Veranstaltung zu bezweifeln ;-). 

  • http://twitter.com/OlafStichtenoth Olaf Stichtenoth

    Sinnvolle Kommunikation in social media zu realisieren ist personalintensiv und erfordert ein gutes Konzept. Das fällt nicht nur großen Unternehmen schwer. Als Kanal zur Verbreitung von (Werbe-)botschaften möchte jeder alle Möglichkeiten ausschöpfen, aber mit den “Fans” ins Gespräch kommen erfordert eben mehr als nur guten Willen.

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