Here are all of the posts in the ‘Facebook’ category.

F8 Facebook Developer Conference 2015 auf einen Blick

von Hani Kilech in Facebook

Facebook hat auf seiner Entwicklerkonferenz F8 eine Reihe an Neuigkeiten vorgestellt.

Wir haben eine Übersicht mit relevanten News zusammengestellt: runterscrollen und querlesen.

 

#Facebook Messenger Plattform
Der Messenger bekommt einen App Store verpasst. Entwickler können jetzt eigene Apps in den Messenger integrieren. So haben Nutzer zum Beispiel die Möglichkeit mit der App Giphy direkt aus dem Messenger heraus GIFs zu verschicken.

GifRund 40 Apps rund um Videos, Fotos und Sprachnachrichten sind direkt am Start.

40Apps

Zu den Apps gelangen Nutzer direkt über das Menü in einer Konversation. Alternativ: Kommt eine Nachricht von einem Freund rein, bei der eine App genutzt wurde, erscheint ein entsprechender ”Install Button”. Klick und fertig.

Install-Button

#Businesses on Messenger
Mit ”Businesses on Messenger” bekommen Onlinehändler künftig einen direkten Draht zu Kunden und umgekehrt. Sofern ein Onlineshop das Feature anbietet, erhalten Nutzer Updates wie Bestellbestätigungen, Rechnungen und den Lieferstatus via Messenger zugeschickt. Stornierungen über den Messenger gehören auch zum Funktionsumfang. ”Businesses on Messenger” startet zunächst mit ausgewählten Partnern.

#Share Sheet
In Zukunft möchte Facebook das mobile Sharing aus Apps heraus mit einer einheitlichen UX deutlich verbessern und entsprechend optimal auf die eigenen Funktionen abstimmen.

Share-Sheet

#Comment Plugin
Facebook steigert mit seinem überarbeiteten ”Comment Plugin” zum einen die mobile Nutzererfahrung deutlich und zum anderen erscheinen Kommentare, die über das Plugin auf einer Webseite platziert wurden, künftig auch an entsprechender Stelle auf der Facebook Page.

#Embedded Video Player
Mit dem neuen ”Embedded Video Player” können native Facebook Videos künftig im Vollbildmodus auf einer externen Webseite integriert werden. Interaktionen sind analog zu einem auf Facebook eingebetteten Video möglich.

Video

#Spherical Videos
In Zukunft können sich Nutzer auch auf native ”Spherical Videos” in ihrem Facebook Newsfeed einstellen, die auch mit Virtual Reality Headsets wie Gear VR und Oculus Rift kompatibel sind. Betrachter entscheiden bei den 360 Grad Videos selbst, welchen Blickwinkel sie sehen möchten – im Normalmodus können die Videos natürlich auch betrachtet werden. Richtig, YouTube hat 360 Grad Videos auch erst vor Kurzem eingeführt.

#Mobile Werbung mit Live Rail
Live Rail entwickelt sich von einem Ad Server zu einem Ad Exchange für mobile Werbeformate und unterstützt nun auch Display Ads in mobilen Apps. Durch die Anbindung an Live Rail können App-Publisher so ihre Apps künftig neben Video Ads auch mit Native Ads, Interstitials und Banner effizienter monetarisieren.

LiveRail

Die Relevanz von Ads soll dank Facebook Targeting steigen. Zunächst wird das Feature mit ausgewählten Partnern getestet. Mehr Infos dazu gibt es hier.

#Facebook Analytics für Apps
Mit dem neuen ”Analytics für Apps” ist es künftig einfacher die Effizienz von Ads zu analysieren und die Performance von Apps auf verschiedenen Plattformen zu optimieren. Das Feature liefert entsprechend anonymisierte Insights über die Nutzer einer jeweiligen App.

Analytics

 

Links zu ausgewählten Sessions der F8

 

Opening Keynote F8 2015

What’s New with Facebook Video

Social Plugins: Driving Growth Through Rich Social Experiences

Generating Revenue With Ads Powered by LiveRail

Facebook on iOS: Inside the ”Big Blue App”

Messenger Platform: Drive Installs and Engagement through Conversation

Conversation With WhatsApp, Instagram and Messenger

Business on Messenger: Enhancing Communications Between People and Businesses

 

Facebook Developers News

 
25 Products and Tools for Developers: F8 2015 Roundup
 

Die #AFBMC 2015 ist schon wieder eine Woche her – noch ein Rückblick

von Hani Kilech in Facebook

Die AllFacebook Marketing Conference 2015 in München ist knapp eine Woche her und schon werden die Stunden bis zur nächsten AllFacebook Konferenz wieder gezählt. Aber schauen wir erstmal noch zurück: In diesem Jahr waren Christine, Laura und Julia zum ersten Mal für uns mit am Start und haben (fast) jede Session mitgenommen. Im Netz schwirren bereits zahlreiche Rückblicke und Artikel zur #AFBMC – eine Übersicht gibt es auf der konferenzeigenen Webseite. Einige Präsentationen der Konferenz sind auch schon auf Slideshare verfügbar und auf der Konferenzseite verlinkt.

AFBMC

 

Fazit

Die Premiere von Christine, Laura und Julia sah so aus: Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Vorträge von Facebook, ProSiebenSat.1 und BMW und der Nachmittag drehte sich um den Themenkomplex Ads.

Am häufigsten sind unsere Mädels auf der Konferenz über ”Relevanz”, ”Native Video” und ”Real Time Marketing” gestolpert. Ein Magnet waren, sind und bleiben sicherlich die Facebook Mitarbeiter. Auch wenn an dieser Stelle die Meinungen durchaus auseinandergehen, hält die Konferenz Jahr für Jahr für Internet-Menschen aller Couleur etwas bereit. So gab es in diesem Jahr erstmals einen eigenen Facebook-Block im Programm, das in den kommenden Jahren sicherlich kontinuierlich um neue Punkte weiterentwickelt wird. Wir sind gespannt!

 

Unser Rückblick auf drei Top-Sessions

 

Medien im Wandel – Markenerlebnis auf allen Kanälen am Beispiel von
“The Voice of Germany”

Matthias Mehner (ProSiebenSat.1)

”We love to entertain you” – gilt bei ProSiebenSat.1 auch für eine #AFBMC-Session! Vor allem die Idolcards, digitale Autogrammkarten, die bei TVOG und jetzt auch bei GNTM kreiiert werden, sind im Gedächtnis geblieben. Seinen eigenen Gruß von Redner Matthias Mehner konnte man sich im Anschluss per Tweet aufs Handy holen.

Bei diesen Zahlen kann man schon beeindruckt sein: über 150 Social Media Kanäle, rund 2.500 Postings und 18.000 Kommentare in einer Woche – so sieht die ”Social Media Galaxy” bei ProSiebenSat.1 aus. Besonders die enge Abstimmung des ”Social Contents” auf die tatsächliche Sendung ist bemerkenswert. Wenn um 21:13 Uhr Sami etwas lustiges sagt, kommt um 21:13 auch das entsprechende Bild, Video und/oder Meme dazu.

 

Visual Content Revolution – Wie wichtig ist das Markenselfie? Visual Marketing auf Instagram am Beispiel von BMW
Björn Ollhäuser (BMW Group)

Interessanter Vortrag, wenn man der ”Content Testing Strategie” folgt. Ollhäuser hat Bilder vorgestellt, die auf Instagram getestet und anhand derer die ”Best Performing Visuals” Schritt für Schritt abgeleitet wurden. Auch die Pflege der Community kommt bei BMW nicht zu kurz: Wenn sein Team auf Instagram ”likes” und ”regrams” verteilt heißt es bei Ollhäuser ”eine Stunde brand love verteilen”.

 

Ehrlos oder tot? Eine schonungslose Analyse des Facebook-Marketings und welche Strategien uns 2015 noch weiter bringen.
Stephan Eyl, Nicolas Graf von Kanitz (Fanpage Karma)

Eine unterhaltsame Session, mit durch und durch sehr gut aufbereiten Infos. Hauptfrage, die beantwortet wurde: ”Welcher Content auf Facebook sorgt für Engagement?” Antwort: ”Emotionaler Content”! – auf den ersten Blick ein alter Bekannter aber das Ganze mit derart anschaulichen und spannenden Zahlen, Fakten und Beispielen zu unterfüttern war sehr inspirierend. Wichtigster Gedanke, den Pageinhaber bei der Kreation von Content im Kopf haben sollten: ”Welche Inhalte sorgen dafür, dass Dein Fan wiederum bei seinen Freunden gut aussieht?” Denn die Antwort auf diese Frage ist schlussendlich eines der Hauptmotive, warum Menschen Content teilen.

 

Facebook verringert die organische Reichweite

von Bastian Scherbeck in Facebook, Statement

Vor knapp einem Jahr haben wir in einer Analyse festgestellt, dass die Reichweite von Markencontent auf Facebook kontinuierlich abnahm – die gleichen Inhalte erreichten weniger User als in den Monaten zuvor.

Gestern wurden unsere Analysen bestätigt – und zwar von Facebook selbst. In einer, durch AdAge veröffentlichten, offiziellen Stellungnahme von Facebook, macht Facebook seine Strategie im Bereich Paid Media deutlich:

 We expect organic distribution of an individual page’s posts to gradually decline over time as we continually work to make sure people have a meaningful experience on the site.

Wie auch immer man zu Facebooks Strategie und den dahinter liegenden Motiven steht: Die Tatsache, dass Marken in Zukunft ohne unterstützende Ausgaben im Bereich Paid Media weniger und weniger Ihrer Fans mit Ihren Inhalten erreichen werden ist nun unstrittig.
Trotzdem: Die notwendigen Investitionen in Facebook Ads werden auch in Zukunft keinen Ersatz für eine sorgfältig ausgearbeitete Social Media Strategie darstellen. Mit dem gestrigen Statement ist nur klar: Sie sind ab sofort ein notwendiger Baustein eines soliden Brand Engagements im Social Web. Wohlgemerkt: Einer von vielen notwendigen Bausteinen. Qualitativ hochwertige Inhalte, mit denen sich die Zielgruppe aktiv und sichtbar (bspw. in Form von Likes, Shares und Kommentaren) auseinandersetzt, werden- mit Media-Unterstützung – einen deutlich größeren Teil derselben erreichen als Content, welcher allein auf die Kraft des Media-Budgets setzt.

Die Bedeutung einer klaren Zielgruppenvorstellung, einer zielgruppenrelevanten Content-Strategie sowie auf Basis dieser erstellter, herausragender Inhalte nimmt damit letztlich weiter zu: Wenn Content mit Media-Budget hinterlegt wird, steigt der Druck, dass dieser nachweislich Erfolge erzielt, spürbar an.

Facebook macht dies in Ihrem Paper mit dem Titel “Generating business results on Facebook” ebenfalls deutlich und stellt einige wichtige Punkte heraus:

  • Kreative Inhalte sind auch zukünftig von entscheidender Relevanz
  • Die kommunizierten Inhalte müssen ebenso wie die Konversation mit der Community und aufbauend auf dem Feedback derselben permanent angepasst und optimiert werden
  • Es wird weiterhin möglich sein, eine organische Reichweite zu erzielen – wobei Inhalte, mit denen die Community stark interagiert, hier deutlich stärker distribuiert werden, als Inhalte, welche keine Interaktion hervorrufen

Zusammengefasst: Die Relevanz von Paid Media hat gerade massiv zugenommen. Noch stärker zugenommen hat allerdings die Relevanz  einer klar strategisch fundierten, kreativen Ausrichtung der erstellten Inhalte und der durch sie ausgelösten Konversationen.

Facebook Graph Search: Die Fakten

von Stefanie Hecht in Facebook

Vergangene Woche verkündete Facebook mit der Graph Search einen neuen, vereinfachten Weg um Freunde, Orte, Fotos und andere Dinge bei Facebook zu finden.
Das “Finden” wird von Mark Zuckerberg besonders betont, denn es geht primär darum Antworten zu geben und nicht wie bei der klassischen Websuche eine Ansammlung von Links zu erhalten um sich dort mögliche Antworten zusammenzusuchen.

Anstatt Keywords rückt die logische Kombination verschiedener Satzteile ins Zentrum der Suchabfrage, die sich schon während des Tippens dynamisch ändert. “Fotos von Freunden die in Italien im Urlaub waren“, “Alle Freunde die Fans von Playmobil sind“, “Freunde meiner Freunde die Single sind und Fußball mögen“, „ “Menschen die das gleiche mögen wie ich“, …. die Möglichkeiten lassen sich schier unendlich weiterstricken.

In der aktuellen Beta-Version, die nur einer begrenzten Anzahl an Usern zugänglich gemacht werden wird, können Nutzer unter anderem Menschen, Orte, Fotos und Interessen miteinander verbinden. Aber Facebook plant künftig auch Posts und Open Graph Aktionen in der Suche zu ergänzen. Folgendes Video erläutert die Motivation Facebooks, die hinter dem Launch steht:

Wie bei allen neuen Funktionen stellt sich die Frage, mit welchen Auswirkungen sich Marken und deren Fanpages konfrontiert sehen werden. „Die unmittelbaren Konsequenzen werden zunächst eher gering sein.“ erklärte unser Global Managing Director Robin Grant gegenüber der AdWeek „Es scheint, als wäre das Produkt ohne direkten Bezug zu Nutzerbedürfnissen entwickelt worden. Im Moment bietet es noch wenig Nutzen und erfordert eine massive Veränderung des Nutzerverhaltens. Deshalb kann man von einem ähnlichen Ablauf wie bei Wolfram Alpha ausgehen.”

Sollte Facebook die Funktion aber über die momentan noch eingeschränkten Suchoptionen “Menschen, Orte und Interessen“ hinaus weiterentwickeln und Graph Search von den Usern in ihrer täglichen Facebook Nutzung adaptiert werden, kann die Funktion auch für Marken interessant werden; so Grant gegenüber Econsultancy. „Sponsored Result Ads“ werden langfristig mehr Relevanz für Werbetreibende entwickeln.

Für Händler oder andere Geschäfte mit physischem Standort wird es jetzt zusätzlich notwendig, Facebook Ortsseiten für jede ihrer örtlichen Niederlassungen anzulegen und zu pflegen.
Zentraler Punkt ist und bleibt, wie nützlich die Graph Search wirklich für das Facebook Nutzer sein kann. TechCrunch zeigt in einem Blogpost noch mehr Beispiele für Suchabfragen, zum Beispiel um neue Leute kennen zu lernen, die in der Nähe wohnen und Indiana Jones mögen, aber auch für lokale Empfehlungen: „Restaurants in Rom, deren Fans in Rom leben“.

Ein sehr ausführlicher Artikel der Wired erklärt die Hintergrundgeschichte zur Entwicklung der neuen Funktion, welche Motivation und welch großes Potential hinter ihr steckt und bezeichnet sie sogar als Waffe um Google zu besiegen. Die Antwort von Zuckerberg auf die Frage, ob die Zahl der Suchabfragen von Facebook mit Googles Abfragen mithalten könnte, gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen der Funktion:
„Mit der Zeit hoffentlich. Wir haben die Suche entwickelt, weil wir denken, dass sie etwas darstellt, was die Menschen benutzen wollen. Es gibt noch viele Funktionen, die wir jetzt noch nicht eingebaut haben. Ich denke aber, wir sind gerade erst am Anfang.“
Facebook’s Ambitionen sind also groß, auf der anderen Seite gibt es aber auch noch eine Reihe kritischer Stimmen, beispielsweise der CNN. Damit Facebook langfristig ein erfolgreiches Empfehlungstool wird, muss sich das User Verhalten enorm ändern. Beispielsweise nutzen die User weit weniger oft den Like Button, als Facebook hofft. Das bedeutet, dass bei der Suche “Restaurants, die meine Freunde in München mögen“, nur solche in den Suchergebnissen auftauchen, die aktiv geliked wurden. Schafft es Facebook, einen Weg zu finden, jene Informationen zu verarbeiten, in denen User bestimmte Restaurants positiv erwähnen, könnte das Tool einen weitaus größeren Mehrwert bieten.
Eine weitere Herausforderung der Suchfunktion wird die geringe Aktivität einer großen Zahl an Accounts sein. Von den 67% der globalen Internetbevölkerung, die einen Facebook Account besitzen, nutzen rund 25% diesen nicht mehr. Während 80% der aktiven User Fotos teilen, kommentierten nur 60% öffentlich.
Facebook muss es also schaffen, noch mehr User zum aktiven Teilen ihrer Aktivitäten zu bringen, um die Graph Search erfolgreich zu machen. Dieser Trend lässt sich aber im Moment anhand der Zahlen nicht ablesen.

Auch hierzu gibt es jedoch Stimmen, die der Ansicht sind, dass gerade die Graph Search selbst diese Verhaltensänderung auslösen wird.

Die Theorie besagt, dass beim momentanen Aufbau von Facebook, das Teilen von Inhalten primär für die Teilenden nützlich ist und weniger denen nutzt, mit denen die Inhalte geteilt werden. Dies hat wenig mit dem Mitteilen im realen Leben zu tun. Durch die Graph Search könnte sich dies ändern, da durch das Teilen letztendlich jeder in einem größeren Rahmen von akkurateren Suchergebnissen profitiert. Andererseits könnte sich dadurch aber auch das Like-Verhalten insgesamt ändern: Die Seiten haben nun einen stärkeren Bezug zum User, welcher wiederum vorsichtiger im Verteilen von Likes wird. Insgesamt gibt es also eine Vielzahl an Faktoren, die Einfluss darauf haben, wie User und Marketer künftig durch die Graph Search beeinflusst werden.

Auch die Privatsphäre ist ein Thema, mit dem sich User künftig noch stärker beschäftigen werden müssen. Zwar gibt es keine Änderungen, welche Informationen privat oder öffentlich sind, es wird aber viel einfacher, vorhandene Informationen zu finden. Gizmodo listet ein paar Anlässe auf, bei denen sich einige wünschten, sie wären etwas vorsichtiger mit dem Like Button umgegangen. Jeder sollte also noch einmal überprüfen, was er geliked hat.

Denn Facebook macht es jetzt in der Tat unmöglich, nicht in den Suchergebnissen zu erscheinen. Für die Plattform ist dies ein logischer Schritt, wenn man bedenkt, dass die Suche nur durch die Daten funktioniert. User müssen in Zukunft aber noch vorsichtiger sein, welche Informationen sie öffentlich teilen.

tagged: , ,

Update “Edgerank-Stellhebel”: Page-Reichweiten sinken weiter

von Bastian Scherbeck in Facebook, Statement

Es war einer der meistgeteilten, “geliketen”, kommentierten und diskutierten Beiträge in diesem Blog: Facebook-Content: Ganz oder gar nicht.  Zugegebenermaßen zu unserer Überraschung, denn das auf Facebook die Reichweite nicht mit der Zahl der Fans einer Page gleichzusetzen ist, ist eigentlich ein alter Hut. Aus unserer Sicht: Schwer verdaulich für die Unternehmen – aber letztlich folgerichtig. Denn bei Facebook – auch wenn das Unternehmen gerne anders sehen würden – kauft man mit “Fans” eben nur die “Chance auf Reichweite” – und nicht die Reichweite selber. Das dies Facebook nicht unbedingt mit Vehemenz kommuniziert, muss man Ihnen zurecht ankreiden (Andererseits verschenkt Facebook durch das organische Wachstum eben auch Reichweite – wer tut das sonst?). Laut Dr. Andreas Bersch von Brandpunkt wird die aktuelle Situation in 2013 zu einer stärkeren Rückbesinnung auf die eigene Website führen – denn da sei Reichweite eben noch Reichweite. Auch wenn ich ihm an dieser Stelle prinzipiell zustimmen mag (es gibt viele sehr gute Gründe, das Augenmerk auch wieder auf die eigene Website zu lenken – hoffentlich haben Sie diese niemals wirklich aus Ihrem Blickfeld gleiten lassen), halte ich die oben genannte Begründung für nicht sinnvoll: Auch auf der eigenen Website ist gekaufte Reichweite nicht gleichzusetzen mit einer ernsthaften Auseinandersetzung der User mit den Inhalten dieser Seite – was letztlich zum gleichen Ergebnis führt. Wie man es also auch dreht und wendet: Facebook zieht (sicherlich nicht fehlerfrei aber kompromisslos und letztlich, bezogen auf die kommerzielle Kommunikation, zugunsten der User) einen Ansatz durch, den ich nur unterstreichen kann: Was nicht von Relevanz ist, will ich auch nicht in meinem Newsfeed sehen. Und ja: Ich nehme damit bewusst in Kauf, dass das ein oder andere für mich Relevante (erneut bezogen auf die professionelle Kommunikation) dann auch durch den Filter rutscht und nicht bei mir ankommt. Lieber so als anders herum. Auch Unternehmen sollten diese Entwicklung aus unserer Sicht begrüßen. Mit Ihr umgehen, müssen Sie so oder so, wie unser Update des vor einigen Wochen erschienenen und zu Beginn dieses Artikels erwähnten Postings zeigt:

Page-Reichweiten sinken weiter

Wir haben uns – erneut in Zusammenarbeit mit unseren Freunden und Kollegen bei Socialbakers und diesmal mit einem deutlich größeren Data Sample – die Entwicklung seit unserem letzten Posting angeschaut. Das Ergebnis: Die Reichweite von Pages nimmt weiter deutlich ab.


Average post organic reach 10th Aug – 2nd Nov, based on 41,051 posts made by 274 sample pages in the period

Wie aus dem obigen Graph ersichtlich, hat die durchschnittliche organische Reichweite eines Postings seit Ende August um mehr als 40% abgenommen, ohne das ein Ende der Talfahrt in Sicht wäre. Natürlich wird dieser Effekt bei Betrachtung individueller Pages variieren, die nachlassende Reichweite lässt sich allerdings über Pages aller Größen hinweg relativ einheitlich nachweisen:


Average post organic reach 10th Aug – 2nd Nov, broken down by page size, based on 41,051 posts made by 274 sample pages in the period.

Auch von Edgerank-Checker gibt es ein Follow-up zu vermelden: Auch sie weisen eine stark fallende Reichweite im Zeitraum von September bis Oktober nach, wobei sie die durchschnittliche Reichweite verschiedener Posting-Typen betrachten:

Hier wird ersichtlich: Einfache Status-Updates scheinen von der fallenden Reichweite weniger betroffen zu sein als Photo-, Link-, oder Video-Updates. Aus unserer Sicht: Noch zu früh um klare Schlüsse aus diesen Ergebnissen zu ziehen, hier wäre ein weiteres Follow-Up wünschenswert.

Engagement gleichbleibend hoch

Wie bereits vor einigen Wochen berichtet, ist die Engagement Rate trotz der weiterhin fallenden Reichweite relativ konstant geblieben:


Average post engagement rate 10th Aug – 2nd Nov, based on 41,051 posts made by 274 sample pages in the period.

Was bedeutet dies für die professionelle Kommunikation auf Facebook?

Daten, Fakten, Hintergründe: Wie wir nun bereits mehrfach und anhand von Daten aufgezeigt haben, hat die Reichweite der Facebook Pages seit Ende August deutlich abgenommen: Ein Prozess, der sich damit bereits seit zwei Monaten fortsetzt und – davon ist auszugehen – auch nicht wieder rückgängig gemacht werden wird.

Was bedeutet die Tatsache, dass Facebook fortlaufend den Edgerank justiert und damit die Menge an Branded Posts in den Newsfeeds der Fans deutlich reduziert nun für die Kommunikation von Marken und Unternehmen?

Nun, während einige weiterhin (und sicherlich nicht völlig zu Unrecht) behaupten, es handle sich um eine strategische Maßnahme von Facebook, welche Unternehmen dazu zwingen wird Ihre Reichweite durch Promoted Posts zu steigern, sind wir weiterhin der Meinung, dass es sich eben auch um eine sensible Maßnahme zugunsten der Nutzer handelt, welche ihre Newsfeeds zunehmend von Posts diverser Unternehmen beherrscht sehen.

Noch einmal gesagt und betont: Prinzipiell ist dies auch keine neue Maßnahme, sondern eben der schon oben beschworene alte Hut: Page Admins haben noch nie 100% ihrer Fans durch Postings erreicht; schon immer hat am Ende der Edgerank darüber entschieden, welche Posts der Page an welche Fans ausgeliefert wurden – und welche eben nicht. Die gute Nachricht lautet:

Sie können etwas dagegen tun!

Der Wettbewerb um einen für Marken und Unternehmen deutlich kleiner werdenden “Share of Newsfeed” ist in vollem Gang. Für Sie bedeutet das: Es war nie so wichtig wie heute, Ihre auf Facebook publizierten Inhalte auf ein möglichst hohes Engagement der User mit denselben zu trimmen – ohne dabei Ihre Ziele sowie die Ansprüche der User aus den Augen zu verlieren. Nur wenn Sie es schaffen die Ansprüche aller drei Stakeholder (Unternehmen, User und Facebook als “Betriebssystem des Social Webs) konstant zu befriedigen, werden sie auf Facebook erfolgreich Ihre Ziele verfolgen können. Oder wie es Josh Constine in seinem Posting (dem wir ansonsten deutlich widersprechen) so richtig ausgedrückt hat:

Focus on publishing high-quality content. Don’t post too often and don’t cram your marketing down people’s throats. Be entertaining and informative. Then follow your analytics closely, consider hiring experts that can help, and refine your strategy.

Und auch wenn Sie es nicht hören wollen: Sie werden nicht mehr darum herum kommen, auf Facebook Budget in die Hand zu nehmen und Ihre Inhalte zu promoten. Im besten Fall geben Sie Ihr Geld sinnvoll aus. Das bedeutet: Promoten Sie solche Inhalte, die Ihrer Community gerecht werden und ein möglichst starkes Engagement hervorrufen (oder spülen Sie Ihr Geld gleich … sie wissen schon).

Und wie äußert sich Facebook zu dieser Situation?

We’re constantly improving the way stories are shown in newsfeed. With the growing number of pages on Facebook it is important that people see content that is most relevant to them. These findings show that engagement with newsfeed posts has actually increased. At the same time, the number of posts being dismissed as uninteresting or spam has fallen. That’s a great result for page owners and an improved experience for all of us who use Facebook.

Ich überlasse Ihnen eine erneute Interpretation der Aussage von Facebook …