Wir sind eine globale Agentur. Wir entwickeln kreative Ideen für nationale und internationale Marken, die sich trauen neue Wege in der Kommunikation zu gehen. Wir glauben an die Macht von Gesprächen in Social Media, unabhängig von Plattformen. Wir schaffen Mehrwert für Marken und Kunden. Wir nennen das Social Thinking.
Wir sind mit 11 Büros auf 5 Kontinenten vertreten und zählen Marken wie adidas, beats by dre, Cisco, Google, Lenovo, Liebherr, METRO, Mondelēz und TomTom zu unseren Kunden.
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Digital in 2016 – Teil 2

von Bastian Scherbeck in Report

In diesem Teil des Digital Reports stellen wir globale Daten zur allgemeinen Mobile Nutzung sowie Mobile Social Media Nutzung dar, den ersten Teil zu den Themen Internetnutzung und Social Media Nutzung im Allgemeinen findet ihr hier.

Mobile Social Media Nutzung

Angesichts der Dominanz KakaoTalks in Südkorea, erscheint es nicht verwunderlich, dass dieses Land das Ranking für Mobile Social Media Nutzung anführt. In Katar nutzen zwei Drittel der Bevölkerung mobile Social Networks mindestens einmal monatlich womit das Land auf dem zweiten Platz landet.

Mobile Social Media Country Ranking

Über ein Viertel aller Mobile Social Media Nutzer weltweit leben in einer Region: Ostasien. Das liegt zum einen an der riesigen chinesischen Bevölkerung, zum anderen aber auch an der spezifischen Infrastruktur der asiatisch-pazifischen Region.
Auch in Südostasien ist die Mobile Social Media Nutzung weit verbreitet: Malaysia, Indonesien, die Philippinen, Thailand und Vietnam können in Bezug auf Internetnutzung und Social Media Zugriffe als absolute “mobile first” Nationen bezeichnet werden.

Mobile Social Media Use by Region

85% der Facebook-Nutzer haben Ihr Profil mittlerweile mit einem Mobiltelefon verbunden, 83% sind hierbei Smartphones zuzuschreiben, die restlichen 2% sind “Feature Phones”. Das ist ein deutlicher Unterschied im Vergleich zu den Zahlen im letzten Jahr, als noch lediglich 69% der Zugriffe von Smartphones und 29% über Feature Phones kamen. Global nutzen knapp über die Hälfte der User Facebook sogar ausschließlich über mobile Geräte.

Facebook Use By Device Type

Auch wenn die Nutzung und der steigende Anteil von Mobile Social in den letzten Jahren immer Thema dieser Studie war, sehen wir in diesem Jahr Veränderungen hin zu ganz bestimmten Trends. Die Kombination des Booms von Smartphones und einem verbesserten Breitbandausbau (mehr dazu im Folgenden) führt dazu, dass Mobiltelefone immer mehr zum Alltags- und All-In-One Gerät werden. Mobile schlägt zwar, im Bezug auf verursachten Traffic, Desktop und Laptops noch immer nicht, diese Kennzahl wird aber, zugunsten stationärer Geräte, von “Heavy Users” einerseits und der Nutzung von Apps andererseits beeinflusst.

Letztendlich ist der mobile Internetzugang inzwischen für viele Personen weltweit der Hauptzugang zu Kommunikationsservices im Allgemeinen und dem Internet im Besonderen. Diese Entwicklung bahnte sich schon lange an und war somit abzusehen, das ändert allerdings nichts daran, dass hier ein signifikanter Shift darin stattfindet, wie Menschen Informationen und Inhalte konsumieren.

Marketeers ganz besonders beeinflussen wird der Trend zum Mobile Messaging. Mit der Ausnahme von WeChat sind Social Networks wie Whatsapp, LINE, KakaoTalk und der Facebook Messenger ausschließlich sehr private Kommunikationskanäle und bieten bisher keinen Zugang zu persönlichen Informationen der Nutzer.

Diesen Trend hin zur Online-Privatsphäre sehen wir bereits in anderen Netzwerken, zum Beispiel anhand der größer werdenden Zahl der privaten Accounts bei Instagram und einer immer selektiveren Auswahl persönlicher Posts auf Facebook und Twitter.

Eine solche Veränderung im Nutzerverhalten verlangt auch von Marketeers ein Umdenken. Die neue “Social Reality” zwingt uns dazu unsere Kommunikationsansätze zu überdenken, um auch die Personen ansprechen zu können, die sich immer mehr in private one-to-one Kanäle zurückziehen.

Dies meint aber natürlich trotzdem nicht, dass wir den Konversationsansatz in sozialen Medien aufgeben sollten, um das Internet wieder zu einem Passivmedium für Werbebotschaften zu degradieren.

Zwar sind einfach konsumierbare Inhalte ein wichtiger Teil des Marketing-Mix von Marken, dennoch vertrauen Menschen persönlichen Empfehlungen (zum Beispiel im Zuge eines Gesprächs über eine Marke) weitaus mehr, als allen anderen Arten der Markenkommunikation. Entsprechend sollten sich Marketeers darauf konzentrieren, einen Weg zu finden, Konversationen auch in privaten Kanälen positiv zu beeinflussen und inspirieren zu können.

Diese Ansätze konnten wir bereits mit einigen unserer Kunden umsetzen. Unsere Empfehlungen und Tipps findet ihr in unserem Social Mix Guide. Dieser bedient sich jeden Elements des Marketing Mix, um Menschen nachhaltig zu Gesprächen über eine Marke zu inspirieren.

Die Relevanz des holistischen Ansatz des ‘social thinking’ wird, angesichts der aktuellen Trends, in den nächsten Monaten nur zunehmen und wir würden uns freuen, wenn ihr unseren Blog für weitere Updates, Trendanalysen und Case Studies im Auge behaltet, um zu verstehen wie auch die neuen Nutzungsformen des Social Web für nachhaltiges Marketing genutzt werden können.

Mobile Use

Mobile Users & Mobile Connections

Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr, neben den Daten zu Mobile Nutzung, auch Daten zu einzelnen Mobile Nutzern in unseren Fokus-Ländern zur Verfügung stellen können. Spanien (87%), Singapore (85%) und Japan (84%) führen die Liste der Anteile der Mobile Nutzer an, die restlichen Länder sind aber nicht allzu weit von diesen Raten entfernt: Nur acht der Länder weisen eine Durchdringungsrate von unter 67% auf. Ein erneuter Nachweis für den rasanten Anstieg der Nutzung von Smartphones, sowie die Relevanz dieser im alltäglichem Leben ihrer Nutzer.

Unique Mobile Users by Country

Daten von GSMA Intelligence zufolge haben inzwischen weltweit mehr als die Hälfte aller Personen ein Mobiltelefon, die Anzahl der aktiver Mobilfunkverbindungen ist aber fast doppelt so hoch, wie die der “unique users”. Hierfür gibt es mehrere mögliche Gründe, angefangen bei “M2M” (machine to machine) Verbindungen bis hin zu Menschen, die einfach mehr als einen aktiven Mobilfunkvertrag haben.

Besonders viele Mobilfunkverbindungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl weisen die Osteuropäischen Länder (139%) auf, wohingegen Südasien (77%), Afrika (82%) und Mittelamerika (88%) als einzige Länder Prozentzahlen unter 100 haben.

Mobile Connections vs Regional Populations

Macau steht auf Länderbasis an der Spitze der Liste: 313% ist das Verhältnis von Mobilfunkverträgen und Population, das genaue Gegenteil zeigt sich in Mikronesien, hier sind es lediglich 4%.

Mobile Country Ranking

Mobiltelefone sind inzwischen aber nicht mehr nur reine Kommunikationsgeräte. Global zeigt sich, dass sie für viele Personen das wichtigste Gerät überhaupt sind. Smartphones ermöglichen den Zugang zu einer Fülle von Information und Unterhaltung, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Logischerweise erhöht sich der Anteil von Mobile am gesamten Webtraffic stetig.

Mobile's Share of Global Web Traffic

Darüber hinaus werden Mobiltelefone heute noch weitaus vielfältiger genutzt. Wie man in der Analyse auf Länderbasis gut erkennen kann, sehen sich immer mehr Menschen Videos auf ihren Smartphones an, nutzen angebotene Videoübertragungen der Messenger Apps und regeln sogar ihre Finanzen über Mobilebanking.

Der relevanteste Datensatz für Marketeers ist aber sicherlich der zum Thema M-Commerce. In unseren Fokus-Ländern konnten wir hier ein Plus von 50% im letzten Jahr verzeichnen.
Innerhalb dieser Länder hat Südkorea, laut GlobalWebIndex, mit 43% den höchsten Anteil der Nutzer, die im letzten Monat etwas online mit ihrem Smartphone gekauft haben.

M-Commerce Users by Country

Auch in China hat M-Commerce eine herausragende Stellung: Im Zuge des Singles Day im November 2015 berichtete der E-Commerce Gigant Taobao, dass an diesem Tag 69% des 10 Milliarden Dollar Umsatzes aus mobilen Käufen stammten.
Um das Ausmaß zu verstehen: Das entspricht der zweifachen Menge dessen, was am Black Friday in den USA umgesetzt wird, sowohl im Bezug auf den Umsatz, als auch auf den mobilen Anteil der Käufe.

Ein großer Anteil des Wachstums der mobilen Nutzung ist sicherlich dem signifikanten Ausbau des Breitbandnetzes im letzten Jahr zuzuschreiben. Wenn wir die Anzahl der der Breitbandverbindungen mit der Gesamtpopulation vergleichen, liegt Macau mit 308% ganz vorne, dicht gefolgt von Kuwait auf dem zweiten Platz. In der Zukunft wird es dennoch keine weltweit gleichmäßigen Wachstumsraten für schnelles mobiles Internet geben: Die Zentralafrikanische Republik, Guinea, Niger und Tonga weisen alle Raten von lediglich 1% auf. Die zehn Länder am unteren Ende der Skala liegen alle unter 5%.

Broadband Country Rankings

Gute Neuigkeiten gibt es trotzdem: Die globale Durchschnittsrate für mobiles Breitbandnetz hat sich im letzten Jahr von lediglich 23% auf 46% verdoppelt.

Broadband Connectivity by Country

Daten zu den einzelnen Ländern

Zusätzlich zu den Daten die wir im letzten Jahr ausgewiesen haben, haben wir dieses Jahr einige neue Datenpunkte und Vergleichsanalysen in unseren Report aufgenommen. Unser persönliches Highlight hierbei ist die Aufsplittung von nationalen Facebook Nutzern in Geschlechter und Altersgruppen. Diese Daten finden sich für alle Länder, mit Ausnahme von China, da die Nutzergruppe hier zu homogen ist, um als repräsentativ gelten zu können.

facebook age gallery

Wir konnten außerdem, dank der neuen Consumer Barometer Studie von Google, Daten zum Besitz von Mobilgeräten in unseren Bericht mit aufnehmen. Die Infografiken ermöglichen Einblicke in die Nutzungsintensität einer breiten Palette von vernetzten Geräten, angefangen bei Smartphones und Computern, hin zu Wearables. Zu beachten ist, dass die Prozentzahlen in diesen Grafiken sich, im Gegensatz zu unseren anderen Datensätzen, lediglich auf die Anzahl erwachsener Einwohner beziehen.

device ownership

Die Kollegen vom GlobalWebIndex waren ebenfalls so freundlich Ihre Daten zur Social Media Nutzung pro Plattform für die meisten unserer 30 Fokus-Länder zu teilen – es lohnt sich wirklich sich mit diesen Charts auseinanderzusetzen – selbst uns hat hier einiges überrascht.

social ranking

Insgesamt haben wir 15 einzelne Infografiken für die meisten unserer Fokus-Länder zusammenstellen können, auch wenn uns für Ägypten und Nigeria leider kein komplettes Datenset zur Verfügung stand. Als kleiner Vorgeschmack findet sich hier eine Auswahl der Slides des Kapitels zum Vereinigten Königreich:

UK gallery

Darüber hinaus haben wir, wie in der Einleitung bereits erwähnt, für alle 232 Länder Top-Line Daten zusammengestellt. Diese sind alle im 2016 Digital Jahrbuch zu finden, das im Folgenden eingebunden ist und außerdem hier heruntergeladen werden kann.

Fazit und Ausblick

Was sagt diese Masse an Daten aus? Die für uns wichtigsten drei Ergebnisse lassen sich so zusammenfassen:

Mobile verändert alles: Smartphones sind weitaus mehr als ein angenehmer Weg ins Internet: Sie verändern und beeinflussen das Kommunikationsverhalten von Menschen fundamental. Angefangen mit der Tendenz die Nutzung von Social Media mehr und mehr zu einer privaten One-To-One Kommunikation werden zu lassen, über eine gesteigerte Nutzung von M-Commerce (selbst dann, wenn wir in einem tatsächlichen Geschäft stehen) hin zur mobilen Bezahlung in eben diesem. Wenn sich Unternehmen also noch immer fragen, ob es sich lohnt Webseiten für mobile Nutzung zu optimieren, verleugnen sie die Realität: Für eine erfolgreiche Onlinepräsenz ist in Zukunft weit mehr nötig als eine funktionierende mobile Präsenz. Vielmehr geht es darum das gesamte Unternehmenssystem auf eine Mobile zentrierte Welt auszurichten.

Vernetzt ist die Norm: Mehr als die Hälfte der globalen, erwachsenen Population nutzt inzwischen das Internet und mehr als ein Drittel nutzt Social Media mindestens einmal im Monat. Unsere Studie zu den 30 Fokus-Ländern – die 70% der globalen Einwohner beinhaltet – zeigt auf, dass drei Viertel der Internetnutzer jeden Tag online sind und diese Zahl weiterhin stark und stetig ansteigt. Entsprechend gibt es inzwischen eine klare Erwartungshaltung der Nutzer: Alles soll vernetzt verfügbar sein, angefangen von in Echtzeit angepassten Daten zu öffentlichem Verkehr, über Wahl- und Abstimmungssysteme, hin zu Angaben von Lagerbeständen des stationären Handels in Echtzeit. Das Internet ist nicht mehr nur eine Informationsplattform, stattdessen ist es für die moderne Gesellschaft und den Handel in etwa so essentiell wie Elektrizität: Das Internet verbindet uns mit den Menschen und Dingen, für die wir uns interessieren. Demzufolge müssen Unternehmen herausfinden, wie sie diese Vernetztheit nutzen können, um jedes einzelne Element ihrer Unternehmung und Marke, anstatt lediglich ihr Marketing, dadurch zu verbessern.

Für die meisten Menschen bedeutet Social (wieder) Konversation: Für einige Jahre, um genau zu sein zwischen 2007 und 2014, hat sich Social Media vor allem darum gedreht, möglichst viel aus dem eigenen Leben öffentlich mit der Welt zu teilen. Zwar gibt es solche Verhaltensweisen noch immer, dennoch sehen wir, mehr und mehr, einen Trend zur Selektion was wir mit wem teilen. Für alle (außer für Marketeers wie es scheint) entwickelt sich Social wieder zu dem, was es schon immer war: Persönliche Verbindungen mit Menschen, für die wir uns tatsächlich interessieren. Viele dieser Menschen werden trotzdem weiterhin Personen sein, die für oder mit Unternehmen (zusammen-)arbeiten, entsprechend geht dadurch der Social Aspekt des Marketings nicht verloren. Stattdessen kann die Rolle von Social ganz neu erfunden und zu einer weitaus nachhaltigeren und Mehrwert generierenden Erfahrung werden. Dadurch können die persönlichen Kommunikationsräume geschaffen werden, die Social Media sich immer auf die Flagge geschrieben hat, denen aber Marketeers, fokussiert auf auffälligere, werbeorientierte und öffentliche Social Kampagnen, nie gerecht werden konnten. Für Unternehmen und Marken die in dieser intimeren Sphäre erfolgreich sein möchten, bedeutet das, dass sie besser darin werden müssen, Menschen zuzuhören. Nur dann können Sie verstehen, was diese suchen, anstatt Social Media nur als weiteren Kanal zu nutzen, um Werbebotschaften abzusetzen. Eigentlich sollte man es ja schon am Namen erkennen: Es heißt “Social Media”, nicht “Ego Media”. Lasst uns also 2016 zu dem Jahr machen, in dem wir wirklich zu Social Brands werden, anstatt Menschen rüde dabei zu unterbrechen, wenn sie eigentlich miteinander kommunizieren.

So, das war’s: Alle Highlights der digitalen Welt 2016. Vergesst nicht, dass in unseren tatsächlichen Reports noch eine Menge mehr Inhalt steckt:

Digital in 2016

Den gesamten Report findet ihr hier online.
Kostenlos downloaden könnt ihr ihn hie

2016 Digital Jahrbuch
Den gesamten Report findet ihr hier online
Kostenlos downloaden könnt ihr ihn hier.

Auf ein neues Jahr, voller Wachstum und Erfolg!

An dieser Stelle möchten wir noch einigen Personen danken, die diese Studie möglich gemacht haben:
Jason Mander und dem gesamten Team von GlobalWebIndex für ihre unglaubliche Großzügigkeit im Bezug auf ihre wertvollen Daten und für ihren kontinuierlichen Support. Matt Ablott und dem gesamten GSMA Intelligence team, dafür, dass sie uns mit Daten zur globalen Mobilfunknutzung versorgt haben und dafür, dass sie Internetnutzungsdaten zu fast jedem Land der Welt veröffentlichen; Facebook , dafür, dass sie ihr Daten zu aktiven Nutzern aus allen, außer fünf Ländern, zur Verfügung stellen. (Es wäre dennoch sehr schön, wenn wir für nächstes Jahr auch noch die Zahlen für Kuba, Iran, Syrien, Sudan und die Westsahara hätten!); Google Consumer Barometer, dafür, dass sie wahnsinnig detaillierte und tiefgehende Studien nur globalen Vernetzung veröffentlichen. Dem Team von StatCounter die der Welt ihre Webtraffic Daten zugänglich machen; dem Ericsson Mobility Team für ihre wahnsinnig hilfreichen vierteljährlichen Mobility Reports; Akamai für ihren State of the Internet Report; eMarketer , dafür, dass sie eine riesige Menge zu verschiedensten digital, social und mobile Themen sammeln und publizieren. Sowie: Allen staatlichen Instituten und allen Unternehmen, die Daten über das Digitalverhalten ihrer Bevölkerung veröffentlichen.

Digital in 2016 – Teil 1

von Bastian Scherbeck in Report

Update: Mittlerweile haben wir auch Teil 2 unserer Zusammenfassung veröffentlicht. Diesen findet ihr hier.

Wir freuen uns euch heute unseren umfassenden “Digital in 2016” Report vorstellen zu dürfen: Das We Are Social Kompendium mit allen Daten und Fakten zur digital, social und mobile Nutzung weltweit.

Der letztjährige Report wurde inzwischen fast 2 Millionen Mal auf Slideshare angesehen, gleichzeitig hatten wir unglaublich viele Anfragen zu Daten aus weiteren Ländern. Dieses Jahr haben wir uns dementsprechend entschieden, unseren Report in drei Teile aufzusplitten:

1. Digital in 2016: Das “Kernstück”, welches Ihr in der obigen Präsentation oder auf Slideshare sehen könnt. Hier finden sich alle digitalen Daten und Statistiken sowie Zahlen zur Social- und Mobile-Nutzung um die Online-Welt global zu verstehen; ebenso finden sich tiefergehende Studien der 30 wichtigsten internationalen Ökonomien.

2. 2016 Digital Yearbook: Unser digitales Jahrbuch 2016 ist ein zusätzliches Dokument, das Ihr ebenso herunterladen könnt. In diesem finden sich Daten und Statistiken für 232 Länder weltweit. Auch dieser Report kann kostenlos gelesen werden und findet sich auf Slideshare.

3. Unsere “Executive Summary”: Dieser Blogpost, welcher unsere Analyse und Zusammenfassung der Schlüsseltrends darstellt und gleichzeitig Kontext für die Zahlen der Studie schafft. Außerdem geben wir einen Ausblick auf die Trends und Entwicklungen der nächsten zwölf Monate.

Global Digital Overview 2016

Die Schlagzeilen:

Wir haben schon in den letzten Jahren, und bei jeder Veröffentlichung dieser Studie, von massiv wachsenden Zahlen bei allen digitalen Themen berichtet. Dieses Jahr sehen wir noch stärkere Wachstumsraten – eine fast schon überraschende Entwicklung, wenn man bedenkt, dass die globale Verbreitung des Internets bereits bei fast 50% liegt.

Die Kernzahlen für digital, social sowie mobile Medien in 2016 sind:

• 3,42 Milliarden Internetnutzer global, das entspricht einem Anteil von 46% an der weltweiten Bevölkerung
• 2,31 Milliarden Social Media Nutzer und entsprechend 31% Verbreitung weltweit
• 3,79 Milliarden einzelne Mobile Nutzer, dies entspricht einem globalen Anteil von 51%
• 1,97 Milliarden Mobile Social Media Nutzer, dies entspricht 27% der Gesamtbevölkerung

Wie oben bereits erwähnt, ist uns die Wachstumsgeschwindigkeit in diesem Jahr besonders ins Auge gesprungen. Allerdings muss ebenso gesagt werden, dass der starke Anstieg der gesamten Internetnutzer, teilweise ein Resultat der verbesserten Daten sein kann und nicht allein durch das tatsächliche Wachstum bedingt ist. Uns standen in diesem Jahr, für einige Länder, verlässliche Daten über die Nutzung von Social Media zur Verfügung, bei denen dies bisher nicht der Fall war. Das Gesamtwachstum ist, trotz dieser Vorbehalte, beeindruckend.

Schauen wir uns den Anstieg also im Detail an:

• Die Zahl der Internetnutzer stieg um 10%, das entspricht 332 Millionen Personen
• Ebenso um 10% stieg die Zahl der Social Media Nutzer, das sind 219 Millionen mehr als im vergangenen Jahr
114 Millionen und somit 4% mehr Menschen nutzen mobile Endgeräte
• Die Nutzerzahlen von Mobile Social Media erhöhten sich um 283 Millionen Nutzer und damit beeindruckende 17%

Annual Digital Growth

In den letzten Reports, haben wir uns insbesondere auf den letzten Punkt fokussiert – auf die Zahl der “Mobile Social Media” Nutzer und es scheint klar, dass diese Zahl auch dieses Jahr wieder eine herausragende Position einnimmt. Dennoch ist der Background der Daten in jetzt ein wenig anders und dementsprechend aus unserer Sicht noch signifikanter – dazu im späteren Teil zu Mobile Social mehr.

Einige Zahlen sind im letzten Jahr geschrumpft; bei einzelnen Ländern lassen sich geringere Zahlen mobiler Verbindungen feststellen. Dies mag an der Vereinigung von Geräten und Verbindungen liegen: Mehr und mehr Menschen upgraden auf Smartphones mit mobilen Daten. Diese beinhalten kostenloses mobiles Messaging und befreien damit vom Zwang mehrere Mobilfunkverträge zu unterhalten, um gleichzeitig von günstigen Netzwerkverbindungen und SMS zu profitieren.

In einigen Gebieten gab es außerdem sinkende Nutzerzahlen bei Facebook, insbesondere in den afrikanischen Ländern. Signifikante Veränderungen zeigten sich hier beispielsweise in der Zentralafrikanischen Republik, in der der Jahresvergleich der Facebook Nutzerzahlen eine Abnahme von 30% zeigt. In der Westsahara waren es -24% und in Simbabwe -16%. Außerhalb von Afrika sind besonders Monaco mit einem Minus von 15% und Serbien mit einer um 10% gesunkenen Facebook Nutzung zu erwähnen.

Share of Digital by Region

Internetnutzung:

Wir haben in den letzten Jahren viel Zeit damit verbracht nach verlässlichen Daten zur Verbreitung der Internetnutzung weltweit zu suchen. Trotzdem haben wir bis heute keine eindeutig verlässliche, einzelne Quelle kostenfreier Daten ausmachen können, die all unsere Erwartungen in Bezug auf Genauigkeit und Aktualität erfüllt. Resultierend daraus, haben wir letztendlich beschlossen unsere Daten zur Kernzahl “Internetnutzung” händisch aus mehreren verlässlichen Quellen zusammen zu tragen, während wir gleichzeitig drei verschiedene Datenquellen zu unseren 30 Fokus-Ländern im Hauptreport angeben, um eine eigenständige, informierte Einschätzung zu ermöglichen.

Internet Penetration by Region

Es muss außerdem erwähnt werden, dass zu einigen Ländern noch immer niedrigere Zahlen zur Zahl der Internetnutzer als zur Zahl der Social Media Nutzer vorliegen. (Siehe hierzu Anmerkung 1.) In einzelnen Fällen, in denen keine Daten vorliegen, haben wir uns dazu entschlossen die Facebook Nutzerzahlen als Basis für die Zahlen der Internetnutzer allgemein heranzuziehen. Bei unseren 30 Fokus-Ländern, bei denen wir mehrere Zahlen angeben, haben wir uns dazu entschlossen haben diese niedrigeren Zahlen anzugeben, um Raum für eigene Einschätzungen in Bezug auf Verlässlichkeit und Repräsentativität dieser zu lassen.

Die veränderte Herleitung unserer Daten zur Internetnutzung hat sicherlich ihren Anteil zum starken Anstieg der Zahlen beigetragen, wir haben aber gleichzeitig festgestellt, dass zwei unserer Hauptquellen – ITU und InternetWorldStats – massive Updates in ihrer Datenbasis vollzogen haben, die zu weitaus aktuelleren Zahlen führen. Diese Änderungen erscheinen uns als der Haupttreiber für die Entwicklung der Zahlen.

Jedes Jahr aufs Neue wird uns dabei klar, dass der Anstieg der Internetnutzung global nicht gleichmäßig verteilt ist. Die stärksten Wachstumsraten zeigen sich im Mittleren Osten. Hier stieg die Zahl der Internetnutzer um beeindruckende 17% und somit 21 Millionen Personen in den letzten zwölf Monaten.

Digital in the Middle East

Gleichzeitig, und nicht unbedingt überraschend, verzeichnet der asiatisch-pazifische Raum das größte absolute Wachstum in Zahlen: Fast 200 Millionen mehr Nutzer und einen prozentuellen jährlichen Anstieg um 12%. Entsprechend gab es in diesen Regionen jeden einzelnen Tag eine halbe Million Personen, die das Internet zum ersten Mal genutzt haben – sechs neue Nutzer pro Sekunde.

Im Ländervergleich (Einwohner > 50.000) ist Island, mit einer Durchdringung von 98%, auf Platz eins, dicht gefolgt von Bermuda und Norwegen mit jeweils 97% bzw. 96%.
Am anderen Ende der Liste, also auf den letzten Plätzen liegt Nordkorea, mit der geringsten Prozentzahl an Internetnutzern weltweit: Gerade einmal 7000 Personen nutzen in Nordkorea einen Internetzugang. Angesichts der Tatsache, dass es prinzipiell keinen Internetanbieter gibt und wir unsere Daten hier auf die Facebook-Nutzer, die in Nordkorea auf Facebook zugreifen herunterbrechen mussten, ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um ausländische Personen handelt, die mit mobilen Geräten auf die Plattform zugreifen.

Auch einige afrikanische Länder haben immer noch beklagenswert niedrige Zahlen vorzuweisen. Niger und Chad sind auf dem vorletzten und dritt-letzten Platz mit einer Durchdringungsrate von lediglich 2% sowie 2,5%.

Global Internet User Ranking

Bei unseren 30 Fokus-Ländern (sprich: die Länder, die wir in unserem detaillierten Report genauer beleuchten) sind die Vereinigten Arabischen Emirate mit 96% Durchdringung an der Spitze, gefolgt vom Vereinigten Königreich (92%) und Kanada (91%). Indien und Indonesien befinden sich am anderen Ende der Skala: Nur 28% und 34% der Bevölkerung nutzen das Internet, damit sind diese beiden Länder die einzigen Fokus-Länder, die unter dem globalen Durchschnitt von 46% liegen.

Internet penetration by country

Innerhalb der 30 Fokus-Länder haben die Brasilianer und die Philippinen die meiste Zeit, nämlich 5,2 Stunden pro Tag, im Internet verbracht. Zusammen mit den Thailändern ist Brasilien außerdem Spitze bei der Dauer der Nutzung des mobilen Internets: 3,9 Stunden pro Tag sind hier der Durchschnitt.

Time Spent on the Internet by Country

Wie sich bereits in den letzten Jahren zeigte – vielleicht entgegen der eigenen Intuition – befinden sich hier Japan und Südkorea am Ende der Skala der Fokus-Länder und warten mit nur jeweils 2,9 bzw. 3,1 Stunden Internetnutzung pro Tag auf.

Zugleich wachsen die Anteile an mobiler Internetnutzung weiterhin: StatCounter berichtet, dass inzwischen 39% aller Webseitenaufrufe von Mobiltelefonen aus getätigt werden.

Share of web traffic by device

Trotz dieser Entwicklung zeigen sich in einzelnen Ländern interessante Tendenzen zurück zur Desktop- und Laptopnutzung. Da diese Daten auf den Aufrufen von Webseiten in Webbrowsern beruhen, kann diese Abnahme der mobilen Nutzung auch auf einer gesteigerten Nutzung von Apps anstatt Browsern auf mobilen Geräten beruhen, ebenso wie die gesteigerte Komplexität einzelner Webseiten, wie zum Beispiel im Bereich des E-Commerce, eine Rolle spielen könnte.

Nigeria befindet sich in Bezug auf den mobilen Anteil des Webtraffics an der Spitze der Fokus-Länder. Hier werden 80% aller Webseiten mobil aufgerufen. In Russland zeigt sich ein gegensätzliches Bild, hier liegt der Anteil bei nur 12% und somit bei weniger als einem Drittel des globalen Durchschnitts.

Mobile's Share of Web Traffic

Die Geschwindigkeit der Internetverbindungen wächst wie gehabt; in den Entwicklungsländern aber auch weiterhin schleppend langsam. Auch dieses Jahr ist Südkorea wieder das Top-Land im Bezug auf das schnellste Netz weltweit: beeindruckende 20,5Mbps und somit 33% schneller, als die Geschwindigkeit des Zweitplatzierten Hongkong. Ägypten, Indien und die Philippinen kämpfen mit durchschnittlich jeweils unter 3 Mbps um den letzten Platz.

Average Internet Connection Speeds

Parallel zur Netzgeschwindigkeit steigt außerdem die Rate der Personen, die E-Commerce Angebote nutzen. GlobalWebIndex Daten zeigen, dass mindestens 25% der Einwohner der 30 Fokus-Länder, mit Ausnahme von Indien, im letzten Monat einen Online-Einkauf getätigt haben. Den höchsten Anteil hat hier das Vereinigte Königreich. Über drei Viertel der Einwohner haben hier im letzten Monat online geshoppt.

E-commerce Use by Country

Social Media Nutzung

Fast ein Drittel der Weltbevölkerung nutzt inzwischen soziale Medien. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das ein Gesamtanstieg um 10%. (Wie diese Daten zustande kommen erklären wir in Anmerkung 2.)

Global Social Media Use

Nordamerika hat, mit 59% der Bevölkerung, die höchste Durchdringungsrate von monatlichen Facebooknutzern, Südamerika ist mit knapp über der Hälfte der Einwohner nah dran. Besonders beeindruckend an diesen Zahlen ist, dass sie die Gesamtbevölkerung zugrunde legen, zu der auch die unter 13-Jährigen angehören, die Facebook (offiziell) nicht nutzen dürfen.

Trotz geringer Zuwachsraten in diesem Jahr sind die Social Media Nutzerzahlen in Zentral- (6%) und Süd-Asien (11%) weiterhin ausgesprochen gering.

Social Media Penetration by Region

Heruntergebrochen auf die einzelnen Länder gewinnt Taiwan in diesem Jahr den Award für die höchste Social Nutzung: 77% der Einwohner haben im letzten Monat Facebook genutzt. Auf dem zweiten Platz ist Südkorea: Hier nutzen 38,4 Millionen der 50,4 Millionen Südkoreaner KakaoTalk jeden Monat.

Social Media Country Ranking

Auch hier ist Nordkorea, angesichts eines fehlenden Internetanbieters verständlicherweise, wieder weit abgeschlagen: Lediglich 6.800 Personen der Population von 25 Millionen konnten soziale Netzwerke nutzen. Gefolgt wird der nordasiatische Staat durch Turkmenistan: Hier nutzen lediglich 0,2% der Einwohner Social Media.

Philippiner verbringen, im Vergleich zu den anderen 29 Fokus-Ländern, die meiste Zeit auf sozialen Plattformen. Sage und schreibe 3,5 Stunden pro Tag wird sich hier durchschnittlich durch das Social Web geklickt. Ganz im Gegensatz dazu zeigt sich Japan: Hier liegt man im Normalfall unter 20 Minuten pro Tag.

Time Spent on Social Media

Facebook bleibt weiterhin die meistgenutzte Plattform weltweit: Mehr als 1,5 Milliarden aktive Accounts werden verzeichnet. WhatsApp, das inzwischen zum Unternehmen Facebook gehört, folgt kurz darauf mit einem unglaublichen jährlichen Wachstum von 50% und knapp vor dem Durchbruch der “1 Milliarde User” Marke. GlobalWebIndex Daten deuten darauf hin, dass WhatsApp seine Mutter Facebook in einigen Märkten bereits überholt hat, die aktuelle Entwicklung deutet außerdem darauf hin, dass sich diese Zahl 2016 weiterhin erhöhen wird.

Facebook Messenger, ein weiteres Angebot des Unternehmens, wächst ebenso weiterhin: Das Team gab vor einigen Tagen über 800 Millionen aktive Nutzer bekannt. Dank eines gewissen Sättigungseffektes sollten wir also im kommenden Jahr ein etwas breiteres Social Spektrum erwarten können, das vielleicht auch über die Facebook Familie hinaus geht.

Social Media Platform Ranking

Trotz der beeindruckenden Zahlen von Facebook gibt es aber auch außerhalb des “Imperiums” noch Social Networks: In China wächst Tencent und der zugehörige Messenger QQ stetig und stand im letzten Quartal mit 860 Millionen aktiven Accounts da. Diese Zahl ist aber relativ: Viele Nutzer haben zwei oder mehr Accounts, entsprechend kann diese Zahl nicht herangezogen werden, um die Durchdringungsrate von Social Media festzustellen.

Durchgängig gute Nachrichten für Tencent gibt es dennoch: Die beiden anderen Plattformen des Unternehmens, QZone und WeChat, wachsen weiterhin und wiesen, im letzten Quartal, jeweils ungefähr 650 Millionen User aus. Voraussichtlich wird WeChat (oder Weixin) QZone noch in diesem Quartal überholen, wir freuen uns also jetzt schon auf den neuen Quartalsbericht im Februar.

Mit der Ausnahme von China dominieren die Angebote von Facebook aber fast alle Länder; VKontakte ist zwar weiterhin an der Spitze in Russland und einigen Nachbarländern, ist inzwischen aber dicht gefolgt von mobilen Messenger Apps.

Der Messenger von LINE wird in Japan am meisten genutzt und erreicht eine Durchdringungsrate von 42%, KakaoTalk ist an der Spitze in Südkorea und wird von 76% genutzt.

Global gesehen sind die weiteren Erfolgsstories des Jahres Tumblr und Instagram zuzuschreiben. Zwar scheint es so, als wären die neuregistrierten Tumblr-User eher passive Nutzer; die 400 Millionen aktiven Instagram Nutzer sind aber eine beeindruckende Zahl, insbesondere dafür wie einfach das Netzwerk aufgebaut ist.

Social Media Penetration by Country

Außerdem war es uns in diesem Jahr zum ersten Mal möglich verlässliche Nutzungsdaten für einige Länder zu erhalten, die bisher eine Lücke in unseren Daten waren. Facebook gibt zwar noch immer keine Daten für den Iran an, unseres Wissens nach ist es aber nun so, dass Telegram aktuell das Ranking der Social Media Plattformen des Landes anführt. Forschungsdaten von Niki Aghaei zeigen auf, dass die App inzwischen 15 Millionen aktive Nutzer im Land hat. Niki berichtet außerdem, dass Instagram im Iran eine hohe Popularität genießt; es gibt also auch gute Nachrichten für die Facebook Familie. Wer an weiteren digitalen Insights für den Iran interessiert ist, sollte Niki unbedingt auf Twitter folgen: @nikiness.

Interessante Studien von BBG zeigen, dass Facebook offensichtlich auch auf Kuba eine hohe Reichweite aufweist, obwohl das Netzwerk offiziell eigentlich durch den Staat geblockt ist. Angesichts der immer besser werdenden Beziehungen zwischen den USA und Kuba hoffen wir aber, dass auch die Kubaner bald unbeschränkten Zugriff auf alle Formen und Arten von Social Networks haben und wir im nächsten Jahr genaue Daten zur Nutzung in den Report aufnehmen können.

So fehlen uns nur noch zu drei Ländern global Daten: Syrien, Sudan und die Westsahara. Falls Ihr in irgendeiner Weise Zugang zu verlässlichen und aktuellen Daten diesbezüglich habt, meldet euch gerne jederzeit bei uns auf Twitter (@wearesocial), oder schickt uns eine E-Mail.

Wen die Social Media Nutzung in den restlichen 229 Länder auf der ganzen Welt interessiert, der sei auf das We Are Social 2016 Digital Yearbook verwiesen, das hier auf Slideshare. zu finden ist.

Wer es bis hier hin geschafft hat, muss sich mit der Executive Summary zu den Mobile Themen noch bis morgen gedulden, dann widmen wir uns der mobilen Nutzung sozialer Netzwerke, ebenso wie der Nutzung von Mobile Internet im Allgemeinen.

Anmerkung 1: Für alle, die es interessiert: Die Kluft zwischen den Nutzerzahlen von Internet und Social Media entsteht meist dadurch, dass es schwierig ist, Internetnutzer in Echtzeit zu zählen; in Entwicklungsländern benutzen mehrere Personen häufig noch gemeinsam ein internetfähiges Gerät. Entsprechend schwer ist es hier, eine repräsentative Zahl der Internetnutzer festzustellen. Für Social Networks hingegen ist es, dank dem Anlegen von Profilen, weitaus einfacher festzustellen, wie viele Personen die Plattform nutzen. Gleichzeitig profitieren diese Daten immer davon, aus nur einer einzigen Quelle zu stammen, wohingegen die Zahl der Internetnutzer meist aufgrund der Aussagen mehrerer Anbieter, die zum Teil auch in mehreren Ländern zugleich operieren, zusammengesetzt ist und entsprechend verfälscht oder überlappend ist.

Anmerkung 2: Die Social Media Nutzungszahlen jeden einzelnen Landes haben wir wie folgt festgestellt: Wir nutzen hierzu die Zahl des, im jeweiligen Land, meist frequentierten Social Networks. (Ausnahme hierbei ist China; Hier nutzen wir die Zahlen der zweitbeliebtesten Plattform QZone, da die Daten von QQ durch viele Doppel-Accounts verfälscht sind.) Auch wenn es hier durchaus passieren kann, dass die Zahl zunächst durch mögliche Doppel-Accounts verfälscht wird, sind wir uns sicher, dass ebendies durch die Personen ausgeglichen wird, die zwar nicht die beliebteste Plattform nutzen, aber dafür eine andere. (Ein Bespiel wäre ein Senior Manager, der zwar LinkedIN, aber nicht Facebook nutzt.)

Trends 2016 – wie Social Media unsere Wirtschaft weiter beeinflussen wird

von Bastian Scherbeck in Statement

Die Zukunft vorauszusagen ist ein Traum so alt wie die Menschheit: Vom Orakel von Delphi im alten Griechenland hin zu Nostradamus im mittelalterlichen Frankreich: Die Faszination dauert, trotz der Vielzahl nicht eingetroffener Visionen des 21. Jahrhunderts, bis in moderne Zeiten an.

Bis vor kurzem wurden Zukunftsvorhersagen vor allem auf Basis der Vergangenheit getroffen; angesichts moderner Kommunikationstechnologie und „real time data“ gestaltet sich der Blick in künftige Zeiten heute anders: Konstant fluide und in Echtzeit angepasst – von der Nachfrage nach Gänsen zur Weihnachtszeit bis hin zum Verkehrsaufkommen.
Entsprechend erkennen wir langsam Muster, nicht nur im Bezug auf wiederkehrende abstrakte Ereignisse, sondern auch im Bezug darauf, wie Menschen in Zukunft handeln werden.

Heutzutage ist klar, dass Social Media die Welt verändert. Es ist eine der größten kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen seit der industriellen Revolution und fängt gerade erst an zu wirken. Solche Entwicklungen nennt man disruptive Innovationen. Im Gegensatz zu generischen Nachfolgeprodukten und Weiterentwicklungen, sind sie im Stande aus sich selbst und über ihren eigentlichen Wirkungsbereich hinaus gesellschaftliche und ökonomische Trends zu generieren.

Social Media verselbstständigt sich, ganz ohne den Input oder Einfluss von Unternehmen, insbesondere ohne die Big Player.
Diese Entwicklungen machen sich schon lange in der Welt der klassischen Medien breit und durchdringen langsam aber sicher auch die Branchen, die am wenigsten damit gerechnet haben: Automobilindustrie, Gesundheitswesen, Lebensmitteleinzelhandel u.v.m.
Nehmen wir als Beispiel die sogenannte Sharing Economy, ein Trend, der sich vor allem in Unternehmen wie Uber und AirBnB niederschlägt: Hier werden bisher ungenutzte Ressourcen lokalisiert, neue und alte Muster herangezogen und somit neue Branchen, Ökonomien und nicht zuletzt ein neues (Konsum-)Verhalten geschaffen.

Auch abseits der klassischen Märkte spielen soziale Medien heute eine übergeordnete Rolle, nicht zuletzt bei vielen Wahlen rund um die Welt, u.a. in den USA, Indien und dem Iran. Angesichts solcher Entwicklungen können wir nur erahnen, wie stark Social Media als Erfolgstreiber wirken kann, indem es Menschen ermöglicht ihre Ideen zu teilen und zu verbreiten.

Dabei muss man immer im Hinterkopf behalten, dass der Bedarf sich zu vernetzen nicht erst mit dem Aufstieg von sozialen Plattformen entstanden ist. Soziales Verhalten ist in unsere DNA eingraviert, auf diese Weise definieren wir uns selbst als Individuum und bauen Beziehungen zu anderen auf. Entsprechend stark ist die Triebkraft, die sich Unternehmen und Organisationen hier zu Nutze machen können, um sich mit ihren Zielgruppen sinnvoll, gegenseitig und mit Mehrwert zu vernetzen und auszutauschen.

Die bisher genannten Beispiele sind nur ein Ausschnitt, ein kleiner Ansatz, von dem was sich im letzten Jahr als anbahnende Trends identifizieren lies. In der am Ende dieses Textes folgenden Präsentation, zeigen wir weitere Trends auf, welche die Reise im Jahr 2016 bestimmen werden. In den kommenden Wochen stellen wir hier im Blog dann einige der Entwicklungen expliziter dar und zeigen Chancen und Entwicklungen auf, denen sich Marken und Unternehmen in Zukunft gegenübersehen.

We Are Social’s Curiosity Stop

von Bastian Scherbeck in Uncategorized

Wir müssen uns den Tatsachen stellen: 2015 ist sowas von vorbei. Zeit also, von unseren Hoverboards herunterzusteigen und uns in unseren (wohl metaphorischen…) fliegenden Autos aus dem Jahr 2016 festzuschnallen. Mit dieser Vision im Geiste laden wir euch ein einen Blick auf den Curiosity Stop, unsere Zusammenfassung der neuesten und heißesten Social Media Innovationen, zu werfen.

Hier geht es nicht um wilde Ideen, gesponnen von verrückten Wissenschaftlern ohne Kontakt zur Außenwelt:  Es geht um Innovationen, die Teil eines Trends sind, der sich im Hier und Jetzt entwickelt. Ein gutes Beispiel ist Pillow Talk. Das zweiteilige System besteht aus einem Armband und einem kleinen Lautsprecher. Solltet ihr die Nacht getrennt von eurem Partner schlafen müssen, könnt ihr das Armband einfach tragen, während er sich den Lautsprecher unter sein Kopfkissen legt. Pillow Talk sendet dann in Echtzeit den Herzschlag und spielt ihn über den Lautsprecher ab. Findet ihr ein bisschen … zu viel des Guten? Willkommen in der neuen Welt des „Wearable Social“, in der Bewegung, Herzschlag und Emojis eine neue Form sozialer Sprache sind.

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Letzten Monat, haben unsere britischen Kollegen berichtet, dass die US Geological Society Twitter jetzt benutzt, um Erdbeben zu beobachten. Doch damit ist der große Moment von Big Social Data noch lange nicht vorbei: Twitter wird jetzt auch von der Food Standards Agency im Vereinigten Königreich als Frühwarnsystem genutzt. Sobald jemand also über seine Übelkeit twittert, wird ein Schema von Übelkeits-Fällen aufgezeichnet und die Agentur ist im Stande die zuständigen Krankenhäuser entsprechend zu informieren.

Diesen Monat begegneten uns außerdem ein paar Neuigkeiten, die nicht zu unseren bisher etablierten We Are Social Social Trends passten, unter anderem die Beta-Version der App Sharecare. Diese zeigt anhand einer Sprachanalyse an wie gestresst ihr seid. Durch die Analyse von Telefongesprächen gibt sie in Echtzeit Feedback zu Stress, Verhaltensweisen und Beziehungen. Ziemlich abgefahren, aber gleichzeitig auch ziemlich cool.
Auf genau solche bahnbrechenden Trends werden wir, während wir sanft ins neue Jahr rutschen, ein besonderes Auge werfen; Immerhin könnten sie den Weg für den neuesten Social Trend bereiten. Lehnt euch also einfach zurück und kommt gut ins neue Jahr. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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Social Media Marketing versus Social Thinking als strategisches Framework

von Bastian Scherbeck in Statement

Als immer noch junge und weiterhin wachsende Disziplin hat sich Social Media Marketing fest im Marketingmix etabliert. Von Freunden umgeben sein, persönliche Erfahrungen teilen – das sind elementare menschliche Bedürfnisse, welche grundlegend für den Erfolg, die Popularität und das explosive Wachstum der großen Social Networks verantwortlich sind. Diese ursprünglichen USPs und der Beziehungsaufbau durch Relevanz, sind in den letzten Jahren oft automatisiert ausgesteuerten, meist kostenpflichtigen Inhalten mit garantierter Reichweite zum Opfer gefallen.

“Social Media Agenturen” haben sich nicht zuletzt dadurch in eine Ecke drängen lassen: Eine Mehrzahl von ihnen baut Third Party Plattform Präsenzen wie Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat und Co., betreut diese contentseitig und unterstützt die produzierten Inhalte mit Paid Media. Dabei gilt leider oft: Je besser die Paid Strategie, um so geringer der Fokus auf die Qualität des Contents. Denn: Der “funktioniert” ja eh. Im Zweifel kommt noch die ein oder andere kreative Kampagne auf diesen Plattformen dazu – das war es dann.

Die kurzfristigen “Erfolge” (im Sinne von Reichweite und Likes) lassen Unternehmen wie Agenturen dabei das tatsächliche, strategische Potenzial von Social verkennen: Jetzt eine klare Entscheidung treffen, auf Social im Sinne des strategischen Frameworks “Social Thinking” Zweck und Ziel des Unternehmens aufbauen und sich damit einen langfristigen Wettbewerbsvorteil erschaffen.

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Social Media Marketing vs. Social Thinking

Das aktuelle Tagesgeschäft von Unternehmen und Agentur im Social Media Marketing besteht damit primär aus dem Wo, Was, Wie und Wann der Publikation von Inhalten – die so wichtige Frage nach dem “Warum” (Warum sollten User Unternehmen und Marken überhaupt einen Platz in Ihrer Timeline / in Ihrem Newsfeed gewähren und mit Ihnen interagieren?) geht – dank Paid Media – leider allzu oft unter.

Ohne diesen auf Performance basierenden Marketingmodellen ihre Berechtigung absprechen zu wollen: Diejenigen Marken, welche sich nicht allein auf die Algorithmus basierte Ansprache ihrer Kunden verlassen, stattdessen einen Fokus auf die zielgerichtete, bedürfnisbasierte Kommunikation und Konversation legen und dementsprechend schwer angreifbare emotionale Bindungen zu ihren Kunden aufbauen, verschaffen sich einen fortdauernden Wettbewerbsvorteil. Möglich ist das allerdings nur, wenn Unternehmen die Notwendigkeit erkennen, die Frage nach dem “Warum” bei der Interaktion mit den Nutzern umfassend zu beantworten. Social Thinking hilft Ihnen dies zu tun – nicht allein auf der Ebene der Kommunikationsstrategie sondern auch und vor allem auf der Ebene der Business Strategie.

Social Thinking – der verlängerte Arm der Business Strategie ins Marketing

Zweck und Ziel definieren Ihre Marke, treiben diese voran und setzen den Fokus auf das “Warum” Ihrer geschäftlichen Tätigkeit – ganz im Gegensatz zum in der Regel einfach zu definierenden “Was”. Ist das “Warum” einmal definiert, ist es leicht Menschen mitzureißen – und das beschränkt sich nicht auf Ihre Angestellten: Die Einordnung einer Marke in ein nicht allein auf Umsatz- und Gewinn beschränktes Ökosystem, motiviert (potenzielle) Kunden mit ihr kontinuierlich zu interagieren, Sie zu unterstützen und zu Ihrem “Brand Advocate” zu werden. Jetzt müssen Sie nur noch die Türen öffnen und Interaktionsanlässe schaffen – und schon sind Sie auf dem besten Wege Ihre Business-Strategie in eine Kommunikations- und Marketingstrategie zu übersetzen. Wir nennen das Social Thinking.

Aus der Perspektive einer globalen Digitalagentur, die ihre Kunden dabei begleitet ihre Marketingstrategie auf dem Fundament des Social Thinking aufzubauen, geben wir Unternehmen folgende Empfehlungen:

  1. Definieren Sie die Werte und Überzeugungen für die Ihr Unternehmen steht.

Es reicht nicht, diese Werte einmal zu formulieren und dann in der hintersten Ecke Ihres Archivs verstauben zu lassen. Es geht stattdessen darum, diesen im täglichen Verhalten Bedeutung zu verleihen, sie immer wieder und aufs Neue zu aktivieren und nach außen sichtbar zu machen. Nur wenn das funktioniert, haben Ihre Kunden die Möglichkeit eine Haltung zu Ihren Werten und Überzeugungen zu entwickeln und diese als Basis für einen positiven Beziehungsaufbau zu Marke und Unternehmen zu nutzen.

  1. Finden Sie Möglichkeiten einen positiven Social Value Exchange zu kreieren.

Das Teilen und positive Bewerten (“liken”) von Inhalten im Social Web gehört heute zum Standardrepertoire der Handlungen, durch welche wir uns sowie unsere Rolle in der Gesellschaft beständig neu definieren. Wer jedoch den Anspruch hat, sich mit seiner Kommunikations- und Marketingstrategie deutlich von der Masse abzuheben, kommt mit dem Posten solcher Inhalte auf Plattformen wie Facebook und Twitter nicht davon. Es geht stattdessen darum, Ideen und Ansätze zu entwickeln, welche die für uns Menschen so wichtigen sozialen Beziehungen einbeziehen, uns (als Kunden) die Möglichkeit geben diese weiterzuentwickeln – und gleichzeitig den Markenwert erhöhen. Die “Währung” ist dabei nicht allein auf Geld beschränkt: Marken profitieren auch klar von Assets wie Zeit, Ideen, Einfluss sowie Inhalten und der Distribution derselben.

  1. Verändern Sie den Blickwinkel auf Ihre Zielgruppe.

Ein solches Vorgehen erfordert eine andere Sichtweise: Es geht nicht um die individuelle Motivation jedes Einzelnen – es geht um so genannte Social Insights: Erkenntnisse, welche aus den Beweggründen für soziale Beziehungen zwischen Menschen erwachsen. Darauf basierend lassen sich “Social Ideas” aufbauen, die das menschliche Sozialverhalten beeinflussen. Jemand, der dies bereits erkannt hat , ist die Marke Always. Meistens entscheiden sich Hersteller von weiblichen Damenhygiene-Artikeln im Marketing traditionell für einen funktionellen, auf den Produkteigenschaften basierenden Ansatz. Always hat sich mit seiner #LikeAGirl Kampagne für eine deutlich andere Herangehensweise entschieden: Ein klares Eintreten für die Weiblichkeit – insbesondere in der kritischen Zeit der Pubertät, wenn Mädchen starkem sozialen Druck ausgesetzt sind. Das Ergebnis: Eine ungeheuer starke Markenkampagne, welche auf Social Thinking basiert und auf eine ganz andere Form von Value Exchange abzielt.

  1. Legen Sie die Messlatte hoch!

Es passiert weiterhin: Insbesondere Führungskräfte im Unternehmen legen keinen Wert auf die fortlaufende Messung der Effekte ihres Social Media Engagements. Dabei ist es gerade hier möglich und notwendig den Businesseffekt permanent zu evaluieren.

Insbesondere in Zeiten weiterhin stark steigender Budgets im Bereich des digitalen Marketings, gilt es Investitionen in Social genauso strategisch anzugehen wie Investitionen in jeden anderen Marketingkanal: Vor dem Beginn jeglicher Aktivitäten muss die klare Definition Ihrer Business- und Marketingziele ebenso stehen, wie das Aufsetzen eines robusten Measurement Frameworks. Die sogenannten “Social Media Analytics” reichen dabei schon lange nicht mehr aus, da hier nur selten relevante Business KPIs gemessen werden: Außerdem notwendige relevante Bestandteile sind deswegen umfassende Web Analytics, Zuordnungsmodelle, Media Mix Modelling und Markenwertmessungen. Und auch wenn Ihre Budgets für so umfassende Measurement Frameworks zu klein sind – eine Ausrede gibt es nicht: Die klare Definition Ihrer Marketingziele und die Nutzung sowieso schon vorhandener (Plattform-)Metriken durch leicht zugängliche Tools müssen mindestens erfüllt sein.

Fazit: Social Thinking ist ein strategisches Framework.

Sie müssen nicht gleich die Welt verändern wollen, aber Sie sollten sich darüber Gedanken machen, wie Sie den aktuellen Status Quo aufbrechen können. Wettbewerbsvorteile entstehen durch die Entwicklung von neuem. Social Media im Sinne von Social Thinking kann wunderbar genutzt werden, um diese Entwicklung zu verstärken und einen Wettbewerbsvorteil auch und gerade durch das digitale Marketing aufzubauen. Globale Marken wie LEGO sind zu Recht Vorreiter wie Verfechter eines disruptiven Anspruchs an Digital- und Social Marketing. Lars Silberbauer, global Director of Social Media & Search bei LEGO formuliert es so:”Be relevant, be brave and do things that others haven’t.” Die Botschaft ist also klar: Beweisen Sie Mut, verlassen Sie die Content-Komfortzone, nehmen Sie Social ernst geben Sie strategisch fundiert Gas.

Die gekürzte Version dieses Artikels erschien in der LEAD Digital Ausgabe 12/2015

 

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